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GELSENKIRCHEN: David, Spielzeug des deutschen Jugendamtes

Mein Sohn David, Spielzeug des deutschen Jugendamtes

Mein Kind David W. wurde am 10. Februar 2003 in Gelsenkirchen ehelich geboren. Aufgrund des schlechten Verhältnisses zwischen mir und meinem Ehemann (wir lebten seinerzeit in Scheidung) und des daraus resultierenden Racheaktes meines Mannes mich wegen versuchter Tötung an meinem damals drei Wochen alten Kindes beim Jugendamt (nicht bei der Polizei) der Stadt Gelsenkirchen anzuzeigen, wurde mir mein wenige Wochen alter Säugling weggenommen. Es lief sodann ein Verfahren wegen versuchten Totschlags an meinem Kind gegen mich.

Dieses Verfahren wurde vor der Vermittlung von David in eine Pflegefamilie bereits wieder eingestellt. Später gab auch der Kindesvater vor einer Gutachterin zu, dass es sich bei dieser Anzeige um einen Racheakt handelte, da ich ihn zuvor verlassen hatte. Bis zur Wegnahme von David habe ich ihn gestillt.

Seit Beginn des Verfahrens im Jahre 2003 fordert der Familienrichter das Jugendamt in seinen Beschlüssen auf, meinen Sohn in meinen Haushalt zurückzuführen. Das Jugendamt befolgt die Gerichtsbeschlüsse nicht. Im Gegenteil sie haben eine Entfremdung zwischen mir und meinem Sohn angestrebt.

Obwohl der Familienrichter sich positiv über das Besuchsrecht äußerte, welches anfänglich jeden zweiten Tag ohne fest bestimmten Zeitangaben im Kinderhaus stattfand, holte das Jugendamt David aus dem Kinderhaus ab und verhängte eine dreimonatige Kontaktsperre. Begründet wurde dieses Vorgehen damit, dass sich David bei seinen neuen Pflegeeltern einleben soll. Die Kontakte zu David und seinen Eltern, sollten gemäß der Auffassung des Jugendamtes «nur einer Einsicht in Davids Entwicklung dienen».

Das Jugendamt und auch die Pflegeeltern teilten David seit dem Säuglingsalter mit, dass seine Pflegeeltern seine echte «Mutter» und sein echter «Vater» sind. Mir als Mutter verbot das Jugendamt, David während den Besuchen als mein Sohn zu bezeichnen oder ihm mitzuteilen, dass ich seine echte Mutter bin. Anlässlich der Besuchszeiten werde ich David gegenüber seitens des Jugendamtes und der Pflegeeltern als Frau vorgestellt, welche das Bedürfnis hat, mit ihm zu spielen.

Das Familiengericht Gelsenkirchen rügt später die Verantwortlichen in einem Gerichtsbeschluss und schreibt: «Dem Jugendamt sind Fehler und Versäumnisse vorzuwerfen, gegebenenfalls, den Pflegeeltern». Außerdem seien sie nicht ihrer Pflicht zur elterlichen Beratung nachgekommen. Der Richter wies zudem darauf hin das es im März 2003 von Seiten des Jugendamtes noch hieß, David solle nur vorübergehend, bis eine Klärung der Ehesache der Eltern stattgefunden hat, aus dem elterlichen Haushalt herausgenommen werden.

Acht Wochen später jedoch stand für das Jugendamt bereits fest, dass David für immer bei seinen Pflegeeltern verbleiben soll. Die Besuchskontakte wurden fortan von Jugendamt und den Pflegeeltern boykottiert oder kurzfristig abgesagt. Ausgefallene Termine durften nicht nachgeholt werden. Liebeserklärungen und Annäherungen von David mir gegenüber wurden stets negiert, schon gar nicht wurden diese dem Familiengericht mitgeteilt. David wurde regelmäßig während des Besuchskontaktes von der Jugendamtsmitarbeiterin von mir weggelockt. Meine Bemühungen um meinen Sohn dauernd demontiert.

Der Richter beim Amtsgericht schrieb später einmal mehr in seinem Beschluss: «Die Besuchskontakte sollen nicht aus bloßem Zeitablauf bestehen, sondern einer Rückführung in den mütterlichen Haushalt dienen».

Die Pflegeeltern suchten sich einen Anwalt um David in deren Haushalt belassen zu können. Sie argumentieren nun, wie auch das Jugendamt, David zeige Verhaltensauffälligkeiten, beispielsweise kratze er sich den Rachenraum auf. Die behaupteten Verhaltensauffälligkeiten werden nun zur Hauptthematik, obwohl diese bis heute nicht belegt sind.

Nach drei Jahren Umgangsboykott durch das Jugendamt beschloss das Familiengericht, dass die Umgangsbegleitung ausgewechselt werden muss und die Umgänge nun nicht mehr vom Jugendamt begleitet werden dürfen. Unsere neue Umgangsbegleitung ist eine Familientherapeutin. Sie fördert die Mutter-Kind-Beziehung. David weiß unterdessen, dass ich seine echte Mutter bin und das meine im Februar 2005 geborene Tochter seine (Halb-)Schwester ist. Meine Tochter lebt seit der Geburt in meinem Haushalt. Es wurde nach der Geburt gerichtlich beschlossen, dass es keinerlei Einmischung durch das Jugendamt bedarf. Ihr Vater und ich kümmern sich vorbildlich um sie, obwohl wir nicht zusammenleben.

Nachdem das Familiengericht einen alleinigen Umgang für einen Nachmittag in der Woche beschloss, beschwerte sich das Jugendamt diesbezüglich beim Oberlandesgericht Hamm. In einem ersten Beschluss teilte das Oberlandesgericht darauf mit, die Tatsache, dass ich meine Tochter Lana in meinem Haushalt ohne jegliche Interventionen des Jugendamtes betreue, führe zum Schluss, dass auch mein Sohn bald zu mir zurückgeführt werden muss. Pflegeverhältnisse sollen nach Möglichkeit nicht auf Dauer bestehen. Das Familiengericht wies darauf hin, das es Aufgabe und Auflage des Jugendamtes sei, darauf Acht zu geben, dass Pflegeverhältnisse sich nicht dementsprechend verfestigen, dass eine Rückführung ausgeschlossen sei.

Während der Anhörung vor dem Oberlandesgericht teilte der Verfahrenspfleger mit, ich verhalte mich beiden Kindern gegenüber lehrbuchmäßig. Das Oberlandesgericht äußerte bei der entsprechenden Anhörung am 07. März 2007 erstaunlicherweise seine Auffassung, dass David nicht in meinen Haushalt zurückkehren kann, da ich alleinerziehend und dazu in Ausbildung sei und bereits ein Kind zu versorgen habe. Dies müsse reichen!

Das Oberlandesgericht deutete mit Blick auf die Pflegeeltern an, es sei erfreulich, das ein so positives Eltern-Kind-Verhältnis in dieser Pflegschaft entstanden sei. Das Jugendamt bezog sich schließlich auf ein weder vorgetragenes, noch mir bekanntes Schriftstück bezüglich einer Konsultation Davids in einer psychiatrisch-orientierten Station in Datteln. Ich weiß bis heute nicht, was auf dieses Schriftstück beinhaltet, welches dem Oberlandesgericht spontan vorlegte wurde. Auch handelte nahezu die gesamte Anhörung darüber, dass ich meinen Sohn unentwegt während der Besuchszeiten mitteile, er könne bald wieder zu mir nach Hause kommen. Ich habe mich niemals derart verhalten. Das Jugendamt lehnte die Beiziehung von unbefangenen Drittpersonen stets ab, welche als Zeugen mein korrekter Umgang mit David während den Besuchszeiten belegen könnte.

Es kam sogar vor, dass ich und David wenige Stunden vor einer familiengerichtlichen Anhörung einen äußerst positiven Umgang erlebten, im gleichen Atemzug die Sachbearbeiter des Jugendamtes kurz vor der Anhörung dem Richter tatsachenwidrig mitteilte, David sei wieder sehr verstört wegen des gerade erlebten Kontaktes zu seiner Mutter. Das Gericht könne ihn jetzt unmöglich befragen, was es dann auch nicht getan hat.

Heute verfüge ich über ein Besuchsrecht von drei Stunden alle drei Wochen. Dieses gestaltet sich, wie die Umgangsbegleitung berichten kann, sehr positiv. Auch das Geschwisterverhältnis ist überaus positiv. Leider ließ ich mich vor dem Oberlandesgericht, unwissend der Rechtsfolgen, auf eine Einigung ein. Ein neuer Antrag bezüglich eines alleinigen Umganges und zwar über einen Zeitraum von einem ganzen Nachmittag liegt dem Familiengericht aktuell vor.

Während der letzten fünf Jahre gab es lediglich zwei Hilfeplangespräche. Das Jugendamt erkundigt sich regelmäßig in der Kindertagesstätte nach Lanas Wohlergehen, die Kindertagesstättenleiterin konnte bisher ausschließlich positive Angaben machen, diese Tatsache wurde bis dato den Gerichten nicht mitgeteilt. Im Gegenteil. So äußerten sich die Sachbearbeiter des Jugendamtes dahingehend, dass meine bei mir lebende Tochter, «bei Mitnahme zu den Besuchskontakten stets von oben bis unten mit ihren Ausscheidungen voll sei». Ein persönliches, vertrauensvolles Gespräch hat es bei diesen angeblichen Vorfällen mir gegenüber nie gegeben. Auch nach dieser Aussage vor Gericht hat es keine weiteren Interventionen von Seiten des Jugendamtes gegeben. Ich betone, dass diese auch nicht notwendig sind, dass es sich hier um eine Falschaussage des Jugendamtes vor Gericht handelt.

David freut sich sehr über den Kontakt zu seiner Halbschwester und bittet mich regelmäßig darum, Lana zu den Besuchskontakten mitzunehmen. Auch berichtet mir David regelmäßig, sogar in Anwesenheit der Umgangsbegleitung, dass Geschenke die ich ihm zwischendurch mache, von der Pflegemutter vor seinen Augen vernichtet werden. Er teilt mir mit, dass seine Pflegemutter ständig schlecht von mir spricht, «da sie mich nicht möge». David fügte hinzu: «aber er möge mich!»

Schon der Verfahrenspfleger teilte in seiner Stellungnahme vom 08. Juni 2006 mit: «Die Pflegeeltern können sich ein Leben ohne David nicht vorstellen». Auch die Umgangsbegleitung gab mir gegenüber an, sie spreche mit den Pflegeeltern regelmäßig über deren auf David gerichtete Anhänglichkeit. So kam es vor, dass die Pflegemutter David während eines Besuchskontaktes vor meinen Augen schlug. Die Sachbearbeiter des Jugendamtes streiten diesen Vorfall ab. Nicht einmal ein Gespräch mit der Pflegemutter fand im Anschluss zu den Tätlichkeiten statt.

Seit kurzem wird David zu den Besuchszeiten vom Pflegevater nur noch gebracht und abgeholt. Der Pflegevater wartet nun nicht mehr, sondern geht fort, bis die drei Stunden herum sind, da die Umgangsbegleitung es so wünscht. Seit Beginn des Sommers 2007 sind dank Unterstützung der Umgangsbegleitung auch Besuche mit David im Zoo, im Park oder einem Eiscafé möglich.

Nach fünf Jahren hoffe und erwarte ich, dass David endlich zu mir und seiner Halbschwester zurückkehren darf und bis dahin mindestens ein regelmäßiges und unbegleitetes Besuchsrecht besteht. Dass gerade jene öffentlichen Institutionen, welche sich vordergründig dem Wohl der Kinder verschrieben haben, in der Praxis die Interessen der Kinder bekämpfen, wird es erforderlich, durch sämtliche Instanzen sein Kind zurück zu fordern, was ich auch tun werde.

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